Gemeindeversammlung vom 5. Juni: Ja zum zentralen Oberstufenstandort
Die ersten Weichen für die Zukunft der Kreisschule Lotten sind gestellt. Die Stimmberechtigten von Rupperswil haben den Anträgen des Gemeinderats zum zentralen Oberstufenstandort zugestimmt und gleichzeitig einen Verpflichtungskredit von 697'000 Franken für die weitere Projektierung bewilligt: Für den Architekturwettbewerb, weitere Planungskosten und die Überarbeitung der Satzungen der Kreisschule Lotten. Damit ist der nächste Planungsschritt möglich.
Vorgesehen ist, die heutige Oberstufe der Gemeinden Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim künftig an einem gemeinsamen Standort in Rupperswil zu führen. Geprüft wurden die Varianten «West», «Mitte» und «Ost»; am überzeugendsten ist die Variante «Mitte» im bestehenden Schul- und Verwaltungsareal – auch wegen der Synergien mit der allgemeinen Gebietsentwicklung rund um Gemeindehaus und Kindergarten. Mit erwarteten Gesamtbaukosten von schätzungsweise 30 Millionen Franken und Bezug ab etwa 2032/33 ist es eines der grössten Vorhaben der kommenden Jahre.
Die FDP Rupperswil begrüsst diesen Entscheid. Der Gemeinderat hat sich intensiv und sorgfältig mit den verschiedenen Varianten auseinandergesetzt; die Variante «Mitte» baut auf bestehenden Infrastrukturen auf und schafft die Grundlage für eine moderne, langfristig tragfähige Schulraumplanung. Wichtig zu wissen: Mit diesem Ja wird noch kein Bau ausgelöst. Es wird die Grundlage geschaffen, um ein konkretes Projekt zu erarbeiten. Wir danken dem Gemeinderat für die geleistete Arbeit sowie allen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, die an der Versammlung Verantwortung wahrgenommen haben.
Gemeindehaus: warum der Projektierungskredit der richtige Schritt ist
Die intensivste Diskussion an unserer Parteiversammlung im Vorfeld betraf den geplanten Oberstufenstandort sowie die damit verbundenen Projektierungskredite für die Kreisschule Lotten und das neue Gemeindehaus. Dabei zeigte sich, dass es gute Argumente für unterschiedliche Positionen gibt: Diskutiert wurden Standortattraktivität, pädagogische Vorteile und mögliche Synergien, aber ebenso kritisch Themen wie Verkehr, Schulwegsicherheit, Flächenverbrauch und die Verteilung der finanziellen Risiken.
Ein Punkt fand jedoch breite Zustimmung: Ein Projektierungskredit dient gerade dazu, die Grundlagen für einen fundierten Entscheid zu schaffen. Wer heute bereits exakte Kosten verlangt, fordert letztlich eine Offerte, bevor überhaupt klar ist, was konkret gebaut werden soll. Ob beispielsweise eine Turnhalle unterirdisch oder oberirdisch realisiert wird, hat erhebliche Auswirkungen auf Kosten und Flächenbedarf. Genau solche Fragen werden nun vertieft geprüft.
Ebenfalls unbestritten war, dass das bestehende Gemeindehaus den heutigen Anforderungen nicht mehr entspricht. Der Gemeinderat hat mit dem Rückzug der ursprünglichen Vorlage aus Sicht vieler Anwesender richtig gehandelt und die Voraussetzungen für eine bessere Lösung geschaffen. Die FDP Rupperswil setzt sich weiterhin für eine offene, faktenbasierte Diskussion ein: Die anstehenden Entscheide werden unsere Gemeinde über viele Jahre prägen und verdienen deshalb eine sorgfältige Abwägung aller Chancen und Risiken.
Faire Lastenverteilung im Zusammenarbeitsvertrag
Mit dem Ja der Gemeindeversammlung zum Projektierungskredit ist die politische Diskussion keineswegs abgeschlossen. In den kommenden Monaten stehen die Ausarbeitung und Beratung des Zusammenarbeitsvertrags zwischen Rupperswil, Hunzenschwil und Schafisheim im Zentrum. Dieser Vertrag wird die künftige Organisation, Mitsprache und Finanzierung des gemeinsamen Oberstufenstandorts regeln.
Für die FDP Rupperswil steht im Zentrum, dass eine zukunftsfähige Lösung für die Schülerinnen und Schüler geschaffen wird und gleichzeitig die finanziellen Risiken fair verteilt bleiben. Gerade bei einem zentralen Standort in Rupperswil darf das Risiko künftig sinkender Schülerzahlen oder veränderter Entwicklungen innerhalb des Verbandsgebiets nicht einseitig zulasten von Rupperswil gehen. Entscheidend ist deshalb, dass die Kostenbeteiligung der Gemeinden langfristig ausgewogen ausgestaltet wird und sich nicht ausschliesslich an den aktuellen Schülerzahlen orientiert. Wir werden uns vertieft mit den Vertragsbedingungen auseinandersetzen und dafür einsetzen, dass die Interessen von Rupperswil angemessen berücksichtigt werden. Das Ziel muss eine fairen Lösung sein, von der alle drei Verbandsgemeinden profitieren.
Jahresrechnung 2025: Überschuss statt Defizit
Die Gemeinde Rupperswil schliesst das Jahr 2025 mit einem Ertragsüberschuss von rund 900'000 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von rund 1 Million Franken. Die Verbesserung um insgesamt 1,9 Millionen Franken geht in erster Linie auf höhere Steuererträge zurück. Die Einkommens- und Vermögenssteuern lagen mit 14,3 Millionen Franken um 1,1 Millionen über Budget; der Steuerfuss bleibt unverändert bei 99 Prozent. Die Finanzkommission hat die Rechnung geprüft und der Gemeindeversammlung zur Annahme empfohlen.
+0,9 Mio. Überschuss (Budget −1,0 Mio.)
14,3 Mio. Einkommens-/Vermögenssteuern
Steuerfuss 99 % unverändert
So erfreulich das Resultat ist, es verdient eine nüchterne Einordnung. Der Überschuss ist im Kern steuergetrieben, während die Aufwandseite klare Belastungslinien zeigt: Im Gesundheitsbereich fielen rund 373'000 Franken Mehrkosten an (davon 290'000 aus der Pflegefinanzierung), in der sozialen Wohlfahrt weitere rund 200'000 Franken. Das sind keine Einmaleffekte, sondern Bereiche mit struktureller Dynamik.
Die FDP Rupperswil nimmt den Abschluss positiv zur Kenntnis. Entscheidend ist, dass der Spielraum aus eigener Kraft erwirtschaftet wurde, gerade jetzt, wo hohe Investitionen bevorstehen. Wir setzen uns weiterhin für eine Finanzpolitik ein, die sich am Machbaren und nicht am Wünschbaren orientiert: Der Überschuss gehört in die Investitionsfähigkeit der Gemeinde, nicht in neue, dauerhaft wiederkehrende Ausgaben.
Ferrum-Areal: vom Industriestandort zum neuen Stück Dorfzentrum
Nach 107 Jahren hat die Ferrum AG Rupperswil 2025 verlassen und ist nach Schafisheim gezogen. Zurück bleibt ein rund 23'000 Quadratmeter grosses Areal direkt am Bahnhof und damit eine der grössten Standortchancen unserer Gemeinde. Die Transformation ist langfristig angelegt: Statt eines Einzelmieters wird die Liegenschaft unterteilt und an mehrere Parteien vermietet, mit produzierendem Gewerbe in den Hallen, Büronutzungen sowie publikumswirksamen Angeboten wie Sport. Die lokale Brauerei «Beni Bräu» ist bereits eingezogen; erste bauliche Massnahmen laufen im ersten Halbjahr 2026. Längerfristig könnten rund 200 Wohnungen entstehen, Wohnraum für bis zu 600 Menschen.
Die FDP Rupperswil begrüsst, dass die Eigentümerschaft die Bevölkerung früh und transparent einbezogen hat. Ein lebendiger Mix aus Gewerbe und Wohnen am Bahnhof stärkt Wirtschaftsstandort und Dorfzentrum zugleich, sofern die Rahmenbedingungen stimmen und Bewilligungen zügig statt bürokratisch erfolgen. Am Parteianlass vom 15. September werden wir uns aus erster Hand über den aktuellen Stand der Entwicklung informieren. Die Einladung und weitere Details werden folgen.
100 Tage im Amt: unser Gemeinderat zieht Bilanz
Seit Beginn der Legislatur vertritt Ettore Mariani die freisinnigen Anliegen im Gemeinderat. Nach den ersten 100 Tagen prägten drei Dossiers den Auftakt: die Modernisierung der IT-Infrastruktur mit der Erneuerung der Server, die eine leistungsfähigere und zuverlässigere Verwaltung ermöglicht; die Weiterentwicklung der Sportanlage Stockhard, bei der verschiedene Varianten mit Blick auf die Kosten geprüft werden; sowie die Planung der 1.-August-Feier als gemeinschaftliches Erlebnis für die ganze Bevölkerung.
Aspekte sorgfältig abwägen, fundierte Grundlagen erarbeiten, pragmatische und nachhaltige Lösungen entwickeln, das sind Maximen, die zu uns passen. Die IT-Erneuerung steht beispielhaft für eine effiziente Verwaltung ohne aufgeblähten Apparat. Die FDP Rupperswil dankt Ettore Mariani für seinen engagierten Einsatz.
In eigener Sache: personelle Wechsel im Vorstand und in den Kommissionen
Corinne Hediger übernimmt das Präsidium der Finanzkommission. Diese prüft Budget, Rechnung und finanzielle Grundlagen der Gemeinde und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Transparenz, Sorgfalt und finanzpolitischer Verantwortung. Corinne Hediger ist seit mehreren Jahren Mitglied der Finanzkommission, wurde an den Kommunalwahlen vom 28. September 2025 in stiller Wahl wieder bestätigt und bringt als CFA Charterholder ausgewiesene Erfahrung im Umgang mit Zahlen und wirtschaftlichen Zusammenhängen mit. In ihrer neuen Funktion hat sie bereits das Ergebnis der Prüfung der Jahresrechnung 2025 an der Gemeindeversammlung präsentiert.
Roman Gubser übernimmt das Amt des Vizepräsidenten der FDP Rupperswil. Er folgt auf Michael Vock, der diese Funktion seit 2012 – über vierzehn Jahre – mit grossem Engagement ausgeübt und die Entwicklung unserer Ortspartei wesentlich mitgeprägt hat. Erfreulicherweise bleibt Michael Vock dem Vorstand erhalten und trägt auch künftig weiterhin die Verantwortung für die Kommunikation der Partei. Roman Gubser kennt die politischen und gesellschaftlichen Themen in Rupperswil bestens und bringt aus seiner früheren Tätigkeit in der Finanzkommission wertvolle Erfahrung mit. Der aktuelle Wechsel schafft Kontinuität im Vorstand für die kommenden Jahre.
Die FDP Rupperswil dankt Michael Vock für seinen langjährigen Einsatz als Vizepräsident und freut sich, dass Corinne Hediger und Roman Gubser zusätzliche Verantwortung zugunsten unserer Gemeinde übernehmen.
Vielen Dank, dass Sie sich über die aktuellen Entwicklungen in Rupperswil informiert haben. Bringen Sie sich ein, nehmen Sie an unseren Anlässen teil und gestalten Sie mit uns die Zukunft unserer Gemeinde – innovativ, verantwortungsbewusst und freiheitsliebend. Bis zur nächsten Ausgabe – gemeinsam für ein starkes Rupperswil!
Mit liberalen Grüssen,
Ihre FDP Rupperswil
Nächste Termine:
- Bundesfeier in Rupperswil – 1.-August-Feier für die ganze Bevölkerung, 1. August 2026
- Waldfest im Stockert - Kulturanlass 2026 der Ortsbürgergemeinde, 12. September 2026
- Parteianlass: Ferrum – aktueller Stand der Entwicklungen, 15. September 2026
- Kantonale und Eidgenössische Abstimmungen, 27. September 2026
- Parteiversammlung FDP Rupperswil, 12. November 2026, 19.00 Uhr
- Ortsbürgerversammlung, 20. November 2026, 19.30 Uhr
- Einwohnergemeindeversammlung, 20. November 2026, 20.00 Uhr
- Kantonale und Eidgenössische Abstimmungen, 29. November 2026